Inhalte

Die Weiterbildung richtet sich nach dem Ablauf des Recherche und Design Workflows von typischen Projekten im Bereich Web, Webapplikation oder Mobile-Apps. Das umfasst alle Bereiche, die nötig sind, um eine effiziente und benutzer-zentrierte Entwicklung zu ermöglichen.


Der Recherche und Design Workflow kann meist in die Phasen Konzeption, Informationsarchitektur, Interaktion und visuelles Design eingeteilt werden. Diese Phasen bilden die Grundlage für die Struktur der Weiterbildung.



Module

Die Weiterbildung besteht aus 15 Modulen. Ein Modul ist eine in sich geschlossene Lerneinheit und dauert 3,5 Stunden.

Modul 1

Einführung

Zum Start der Weiterbildung werden die Elemente des digitalen Projekt-Workflows angeschaut und die Zusammenhänge zwischen Konzeption, Informationsarchitektur, Interaktionsdesign und Entwicklung erarbeitet. Dabei findet auch eine Klärung von Begriffen wie Usability, User Experience oder User Interaction statt.

Modul 2

Strategische Ziele definieren

Am Anfang jedes erfolgreichen Projektes steht eine sorgfältig erarbeitete Strategie. Wichtiger Teil davon ist, herauszufinden was der Kunde will, wer seine Benutzer sind und was diese brauchen. Dieses Modul vermittelt wie eine benutzerzentrierte Strategie erarbeitet wird.

Modul 3

Digitale Medien und ihre Eigenschaften

Dieses Modul verschafft einen groben Überblick über unseren digitalen Medien Jungle.

Modul 4

Benutzerbedürfnisse evaluieren

Die Grundlage guten Interaktions-Designs ist die Kenntnis der Benutzer-Bedürfnisse. Dieses Modul zeigt wie Bedürfnisse evaluiert werden, wie der daraus entstehende Umfang eines Projektes eingeschätzt wird und wie Benutzeraufgaben sinnvoll priorisiert werden.

Modul 5

Informationsarchitektur: Navigation & Suche

Informationen sind nur nützlich, wenn sie auch gefunden werden. Eine solide Informationsarchitektur stellt sicher, dass Informationen den Erwartungen der Benutzer entsprechend geordnet sind. Dieses Modul vermittelt Techniken zur Erstellung von benutzerfreundlichen Navigations- und Informations-Strukturen.


Modul 6

Grundprinzipien der Interaktivität

Benutzerfreundlichkeit kommt nicht von ungefähr. Gute Bedienbarkeit folgt klaren Regeln und ist konsequent auf die menschliche Wahrnehmung ausgerichtet. Dieses Modul vermittelt was es braucht damit Interaktionen überhaupt geschehen können und benutzerfreundlich sind.

Modul 7

Mikrointeraktionen

Interaktionen beschränken sich nicht auf das Ausfüllen von Formularfeldern oder das Drücken von Knöpfen. Interaktionen sind oft komplexe Abläufe mit Animationen, Feedback und Interface-Veränderungen die sehr genau geplant und gestaltet werden müssen. Dieses Modul befasst sich im Detail mit Interaktionen auf der Detailebene.

Modul 8

Mobile & Touch

Die Gestaltung für mobile Geräte und für Touch-Interfaces stellt Designer vor neue Herausforderungen. In diesem Modul werden die Besonderheiten im Gestalten für Mobile erarbeitet und Themen wie Responsive Design oder Mobile First behandelt.

Modul 9

Prototyping Grundlagen

Prototypen erlauben schnell und kostengünstig herauszufinden ob ein Konzept den Benutzern entspricht, und zwar bevor viel Geld und Zeit in Detaildesign und Entwicklung geflossen ist. Dieses Modul gibt eine Übersicht über die Techniken und Tools des Prototyping. 

Modul 10

Prototyping: Interaktive Prototypen

Interaktive Prototypen, dienen nicht nur zur Verifizierung von Benutzer-Bedürfnissen sondern geben einen Einblick ins Nutzerverhalten. Der hohe Grad an Interaktivität erlaubt eine sehr realitätsnahe Simulation des Endproduktes zu einem Bruchteil der Entwicklungskosten.

Modul 11

Visuelle Gestaltung interaktiver Produkte

Die visuelle Gestaltung interaktiver digitaler Produkte unterscheidet sich markant von der Gestaltung für Print oder Produktgestaltung: Sie muss anderen Ansprüchen gerecht werden, ist anderen Abläufen verankert, geschieht unter anderen Voraussetzungen. Dieses Modul zeigt Unterschiede und Möglichkeiten auf.

Modul 12

Design zwischen Konzept und Entwicklung

In der Entstehung eines interaktiven Produkts ist das Design das Bindeglied zwischen der Konzeptphase und der Entwicklung. Die verschiedenen Akteure haben nicht nur ganz unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen, sondern sprechen oft auch eine unterschiedliche Sprache und pflegen eine andere Arbeitskultur. Dieses Modul befasst sich mit Elementen der Interdisziplinären Kommunikation wie etwa Spezifizierungen, Interessen und Kompetenzen ausserhalb von der Designwelt sowie praktischen Übungen zum Interaction Design.

Modul 13

Usability Testing 1 - Theorie

Dieses Modul lüftet das Geheimnis von intuitiven und benutzerfreundlichen Webseiten und Apps. Eine kurze Einführung in eine simple und äusserst effektive Methode, mit welcher die Benutzerzufriedenheit spürbar gesteigert und die Konkurrenzfähigkeit des Produktes oder der Dienstleistung auf dem Markt gestärkt werden kann.

Modul 14

Usability Testing 2 - Praxis

Anhand eines praktischen Beispiels erarbeitet man in diesem Modul Schritt für Schritt, wie man einen Benutzertest aufsetzt, durchführt und anschliessend analysiert. Mit diesem Wissen ist man danach jederzeit in der Lage seine Konzepte nachhaltig und kontinuierlich zu überprüfen.

Modul 15

Content Strategy & Workshop Methoden

Inhaltsstrategie befasst sich nicht nur mit den Inhalten im engeren Sinn, sondern konzentriert sich auch darauf, wie Inhalte strukturiert und priorisiert werden, wie sie entstehen und welche Entscheidungen dahinter stehen. Dieses Modul befasst sich mit dem gesamten Lebenszyklus von Inhalten. Zudem sind erfolgreiche Projekte bis zu einem gewissen Grad auch von der Qualität der Workshops abhängig. In diesem Modul werden zentrale Aspekte zur erfolgreichen Durchführung von Workshops vorgestellt.

Dozenten

Vera Brannen

Fachliche Leitung, Konzeption & Informationsarchitektur

Vera bringt 16 Jahre Erfahrung mit in der ganzheitlichen Umsetzung von digitalen Projekten. 2004 hat sie Usable Brands gegründet. Sie ist aktives Mitglied der User Experience Professional’s Association.


Adrian Zumbrunnen

Schwerpunkt Interaktivität

Adrian ist ein Freelance User Experience Designer und er hilft Firmen dank User centered Design unvergessliche Benutzererlebnisse zu schaffen - zur Zeit gerade bei Google.


Rahel Vils

Schwerpunkt Usability & User Testing

Rahel hat als Mitgründerin den Online-Rekrutierungs-Service TestingTime während 3 ½ Jahren aufgebaut. Sie ist begeisterte Interaction- & Visual-Designerin und verwandelt mit ihrer Agentur Virtually Handmade komplexe Webprojekte in benutzerfreundliche Anwendungen. Nebenbei engagiert sie sich mit dem UX Brunch für die UX Community.


David Blum

Schwerpunkt Visual Design

David bringt 18 Jahre Erfahrung als Designer aus verschiedensten CD Agenturen und seiner langjährigen Selbständigkeit im Interaction Design mit. Heute arbeitet er als Senior Art Director bei der Webagentur MySign und ist hauptsächlich als Product Designer für die Konzeption und das Design der Ticketing-Startups Ticketfrog.ch zuständig.


Memi Beltrame

Schwerpunkt Konzeption

Memi arbeitet seit 1997 in der Webbranche und hat 2013 die Agentur Less A Mess gegründet. Er ist auf Konzeption und Prototyping von umfangreichen Projekten spezialisiert.


Michael Nef

Schwerpunkt Konzeption

Michael Nef ist Senior Interaction Designer und Digital Native der ersten Stunde. Er lebt in Zürich, hat Interaction Design an der Zürcher Hochschule der Künste studiert und gestaltet seit über 6 Jahren interaktive Erlebnisse. Zuerst bei Daimler und danach bei Namics, entwickelt er cross-mediale Benutzererlebnisse für Marken wie ABB, Swisscom, Migros, die Visana und viele weitere.


Karin Christen

Schwerpunkt Konzeption

Karin Christen ist Geschäftsführerin der required gmbh und eine passionierte Interaktions Designerin. Ihre Konzepte entstehen immer mit dem Benutzer im Fokus, deshalb gehört Prototyping und User Testing zu ihrem täglichen Brot. Von ihren Kunden wird sie beauftragt um entweder ein neues Projekt zu starten oder existierende Web-Applikationen zu analysieren und in Bezug auf die Benutzerführung zu verbessern.




Lernziele

Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden mit den relevanten Prozessen und Methoden des Recherche und Design Workflows von Projekten im Bereich Web, Webapplikationen oder Mobile-Apps vertraut. Sie sind in der Lage, benutzergerechte Interaktionsabläufe zu gestalten und verstehen die Zusammenhänge zwischen Strategie, Recherche, Interaktionsdesign, visuellem Design und Entwicklung.


Voraussetzungen

Die Teilnehmenden arbeiten idealerweise auf dem Gebiet Printdesign, Mediengestaltung oder Produktdesign und wollen sich in Richtung interaktive Medien verändern. Solide gestalterische Grundkenntnisse und eine Affinität zum Web und Mobile werden vorausgesetzt.
Es findet keine gestalterische Grundausbildung statt (Farblehre, Typografie etc).





Unterricht, Teilnehmerzahl

Die Fragestellungen der Teilnehmenden werden nach Möglichkeit in den Unterricht einbezogen, damit sie die für ihr Unternehmen oder ihren Arbeitgeber relevanten Informationen erhalten. Die Teilnehmenden können im Unterricht einen Laptop dabei haben, dies ist jedoch keine Voraussetzung.



Teilnehmerzahl
Der Unterricht findet in Gruppen von mindestens 6 und höchstens 16 Personen statt.

Abschluss

Die Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebestätigung, sofern mindestens 80% der Weiterbildung besucht wurden.
Fakultativ erhalten die Teilnehmenden mit der Abgabe einer Abschlussarbeit im Umfang von 8–12 Seiten ein Zeritifikat für den Bereich Interactive Design, Kosten 350.– CHF.
Die Teilnahme an der Zertifizierung kann während der Weiterbildung mit der Fachbereichsleiterin abgesprochen werden.

Die Weiterbildung ist vom Verband SIMD (Swiss Interactive Media Design) zertifiziert.




Veranstaltungsort

Adresse:
Digicomp Academy AG
Limmatstrasse 50
8005 Zürich

Tramhaltestelle:
Museum für Gestaltung
(Linien 4, 13, 17)